Servicestelle: Kommunlaer Klimaschutz

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Deutsches Institut für Urbanistik

Servicestelle: Kommunlaer Klimaschutz

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Die BMU Klimaschutzinitiative

85 Prozent weniger schädliche CO2-Emissionen

Bundesumweltministerium fördert energetische Sanierung der Volksschule Giebelstadt als Modellprojekt mit einem Zuschuss von 60 Prozent

„Dank der Zusage des Bundesumweltministeriums können wir nun zügig an die Umsetzung unseres ambitionierten Sanierungskonzeptes gehen. Damit werden sich das Arbeitsumfeld der Schüler und Lehrer sowie die Energiebilanz der Schule deutlich verbessern. Das ist gut für die Menschen und gut fürs Klima.“ Bürgermeister Helmut Krämer aus Giebelstadt geht davon aus, dass im Februar 2010 mit den Bauarbeiten begonnen wird und bis Mitte 2011 alles fertig ist.

Die Giebelstädter Schule Zielsetzung der Giebelstädter ist die vorbildliche Sanierung ihres Grundschulgebäudes, um eine möglichst hohe CO2-Einsparung zu erreichen. Zusätzliche gestalterische, funktionale und raumklimatische Änderungen sollen für verbesserte Lehr- und Lernbedingungen sorgen. Insgesamt soll das Schulgebäude auf einen zukunftsfähigen Standard gebracht werden.

Um als Modellprojekt im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative vom Bundesumweltministerium gefördert zu werden, müssen die CO2-Emissionen um mindestens 70 Prozent reduziert oder die Höchstwerte der endenergiebezogenen CO2-Emissionen für einen entsprechenden Neubau nach Energieeinsparverordnung (EnEV) um mindestens 60 Prozent unterschritten werden. Dabei muss mindestens die Hälfte der Einsparungen durch verfügbare Effizienztechnologien und Energieeinsparmaßnahmen erreicht werden.

Bürgermeister Krämer: „Insgesamt kommen wir auf eine CO2-Reduktion von 85 Prozent. 64 Prozent davon sind auf Effizienz- und Einsparmaßnahmen zurückzuführen, wie Dämmmaßnahmen, den Einbau einer Lüftungsanlage und die Erneuerung der Beleuchtung.

Umfassendes Maßnahmenbündel

Die geforderten CO2-Einsparungen wollen die Giebelstädter durch ein komplexes Maßnahmenbündel erreichen. Dieses ist in einem energetischen Sanierungskonzept festgehalten, das dem Bundesumweltministerium als Entscheidungsgrundlage für eine Förderung diente.

Die Giebelstädter Schule Die Giebelstädter Schule wurde 1972 als Grund- und Teilhauptschule errichtet und 1998 um einen Gebäudeteil für die Mittags- und Ganztagsbetreuung erweitert. Hinzu kommt eine Schulturnhalle, ebenfalls 1972 gebaut, die durch einen überdachten Verbindungsgang mit den anderen Gebäuden verbunden ist. Insgesamt handelt es sich überwiegend um eingeschossige, relativ zergliederte Baukörper, die aktuell mittels einer Elektro-Direktheizung über Nachtspeicheröfen, Konvektoren sowie Elektro- und Fußbodenheizungen beheizt werden. Das bewilligte Modellprojekt umfasst die energetische Generalsanierung des Gebäudeteils aus dem Jahr 1972. Um die Vorgaben für eine Förderung zu erfüllen, setzt die Gemeinde bei der zukünftigen Beheizung des Gebäudes auf Erdwärme in Verbindung mit Solarenergie und damit ganz auf regenerative Energien. Vorgesehen ist eine 60 Quadratmeter große Solarthermieanlage. Wesentlicher Bestandteil des neuen Energiekonzepts ist ebenfalls der Einbau einer kontrollierten Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Für weitere Energieeinsparungen sorgen zahlreiche bauliche Maßnahmen: Die Dämmung der Außenwände erfolgt durch ein 20 Zentimeter dickes Wärmedämmverbundsystem, die Beseitigung von Wärmebrücken durch das Abschneiden von auskragenden Betonbauteilen. Neue Holz-Aluminium-Fenster mit 3-fach-Verglasung und einem motorisch betriebenen, außen liegenden Sonnenschutz sorgen ebenso für eine optimale Energie- und Lichtnutzung wie neue, pyramidenförmige Lichtaufsätze in der Pausenhalle. Ein neues, gedämmtes Flachdach ist als Ersatz für das vorhandene Satteldach vorgesehen. Optimale Tageslichtnutzung sowie der Einsatz moderner Regelungstechnik reduzieren den Kunstlichtanteil und die Einschaltzeiten der Beleuchtung. Hinzu kommt die Nutzung von Strom sparenden, energieeffizienten Leuchten.

Schüler fürs Energiesparen sensibilisieren
Schulleitung, Lehrer und Hausmeister sind in den Planungsprozess eng einbezogen. Darüber hinaus sind die Themen Energieeinsparung, energetische Sanierung und ihre Bedeutung für Umwelt und Klima auch Bestandteil des Unterrichts. Wünschenswert ist, dass die Schülerinnen und Schüler ihr erworbenes Klimawissen auch im privaten Bereich anwenden und so zu wichtigen Multiplikatoren werden.

Es ist geplant, in der sanierten Volksschule Besichtigungen des Gebäudes sowie der Heiztechnik anzubieten. Dazu soll das Hydraulikschema vor Ort ausgestellt und die Energieflussdaten über die Gebäudeleittechnik anschaulich visualisiert werden.

Ansprechpartner: Stefan Schirm
Telefon: 09334/808-43
E-Mail: stefan.schirm@giebelstadt.de

Basis für die Förderung von Klimaschutzmaßnahmen ist die vom Bundesumweltministerium erlassene „Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen im Rahmen der Klimaschutzinitiative“.

Bitte beachten Sie, dass sich durch Novellierungen der Richtlinie teilweise Änderungen im Hinblick auf die Förderbedingungen ergeben haben.

Bei Fragen wenden Sie sich gern an:
„Servicestelle: Kommunaler Klimaschutz" beim Deutschen Institut für Urbanistik
Telefon: 0221 34030815
E-Mail: kontakt@kommunaler-klimaschutz.de
Internet: www.kommunaler-klimaschutz.de.

© Servicestelle: Kommunaler Klimaschutz beim Difu (Dezember 2009)

 
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