Servicestelle: Kommunlaer Klimaschutz

Servicestelle: Kommunlaer Klimaschutz

Deutsches Institut für Urbanistik

Servicestelle: Kommunlaer Klimaschutz

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Die BMU Klimaschutzinitiative

Die Stadt Haren(Ems) spart durch Erneuerungen bei der Straßenbeleuchtung fast 50 % des Strombedarfs und bekommt dafür Fördergeld

Mindestens 30 % Stromersparnis sind erforderlich, um in den Genuss von Fördermitteln des Bundesumweltministeriums zu kommen, mit knapp 50 % liegt Haren deutlich darüber. „Durch die geplanten und zum Teil schon durchgeführten Maßnahmen senken wir außerdem die CO2-Belastung um rund 60 Tonnen pro Jahr“, freut sich Diplom-Ingenieurin Andrea Lembeck von der Stadt Haren (Ems). „Amortisiert haben sich die Investitionen schon in etwa acht Jahren“, ergänzt Hermann Kemper als Leiter des städtischen Bauamtes. Und: „Der Forderung der neuen EU-Richtlinie zum Einsatz energieeffizienter Lampen in der Straßenbeleuchtung wird ebenfalls schon viel früher Rechnung getragen als gesetzlich vorgesehen.“

In einem ausgewählten Bereich innerhalb des Stadtzentrums wurden im vergangenen Jahr alle 471 Straßenlaternen erfasst und bewertet. Das sind immerhin rund ein Fünftel der insgesamt 2660 Straßenlaternen von Haren. Hierbei hat sich gezeigt, dass viele Leuchten aus Altersgründen bei Ausfall nicht mehr instand gesetzt werden könnten, im Schadensfall also immer ein Austausch notwendig gewesen wäre. Zahlreiche Leuchten arbeiten zudem nicht wirtschaftlich.

Nicht am, sondern mit Licht sparen
Das auf diesen Erkenntnissen erstellte Umrüstungskonzept sieht vor, dass alle Leuchten, die nicht mehr wirtschaftlich arbeiten, ausgetauscht werden. Hier stehen jeweils ein Energieblockwechsel, eine Lampensystemoptimierung sowie der Einsatz von elektronischen Vorschaltgeräten an. Bei zweilampigen Leuchten kann außerdem zukünftig während der Nachtstunden eine Lampe ausgeschaltet werden – hell genug wird es trotzdem bleiben.

Das Konzept hat außerdem gezeigt, dass es wirtschaftlicher ist, auf ein einheitliches Beleuchtungssystem umzustellen, statt wie bisher mehrere Systeme parallel zu nutzen. Wartung und Erweiterung werden zukünftig deutlich einfacher handhabbar.

Last but not least sollen 129 Leuchten durch moderne Leuchten ersetzt werden. Allein hierdurch können 45 % der Energiekosten eingespart werden. Für die Umsetzung der Maßnahmen ist ein Zeitraum von sechs Monaten vorgesehen. Die Fördermittel des Bundesumweltministeriums betragen 25% der Kosten für Investition und Installation durch Fachpersonal.

Leuchten Das neue energiesparende Lampenmodell (Foto 1), das im Innenstadtbereich installiert werden soll. Es ersetzt die vorhandenen Kugel- und Hängeleuchten (Fotos 2-4). Die Pilzleuchte (Foto 5) befindet sich im Wohnstraßenbereich, hier werden demnächst neue energiesparende Standard-Kofferleuchten eingesetzt.

Bei den Pilzleuchten, den Kugel- und Hängeleuchten handelt es sich um "energiefressende Modelle", die teilweise über 30 Jahre alt sind und mit 70 bis 125 Watt betrieben wurden. Das neue Modell benötigt dagegen maximal 2 x 24 Watt und führt daher zu erheblichen Einsparungen.

Projekt - Ansprechpartnerin: Dipl.-Ing. Andrea Lembeck, Telefon: 05932 8309, E-Mail: lembeck@haren.de

Basis für die Förderung von Klimaschutzmaßnahmen ist die vom Bundesumweltministerium erlassene „Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen im Rahmen der Klimaschutzinitiative“.

Bitte beachten Sie, dass sich durch Novellierungen der Richtlinie teilweise Änderungen im Hinblick auf die Förderbedingungen ergeben haben.

Bei Fragen wenden Sie sich gern an:
„Servicestelle: Kommunaler Klimaschutz" beim Deutschen Institut für Urbanistik
Telefon: 0221-34030815
E-Mail: kontakt@kommunaler-klimaschutz.de
Internet: www.kommunaler-klimaschutz.de

© Servicestelle: Kommunaler Klimaschutz beim Difu (März 2009)

 
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