Praxisbeispiel

Solarhaussiedlung „In den Fichtlerswiesen“

Solarhaussiedlung „In den Fichtlerswiesen“ - Bebauungsgebiet mit sechs Passivhäusern und sechs KfW-40-Gebäuden

Geförderte Projekte

Stadt Hemmingen belohnt Klimaschützer in Schulen, KiTas und Jugendfeuerwehren
Stadt Hemmingen belohnt Klimaschützer in Schulen, KiTas und Jugendfeuerwehren

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Stadt Hemmingen belohnt Klimaschützer in Schulen, KiTas und Jugendfeuerwehren

Bundesumweltministerium fördert Klimaschutzmanagerin für Energiesparmodell

 Die "Leuchttour" zu Gast in Hemmingen © Lara Hübner, Stadt HemmingenIn der niedersächsischen Stadt Hemmingen sparen Schulen, Kindertagesstätten und Jugendfeuerwehren seit 2010 erfolgreich Energie und schädliches CO2. Belohnt werden sie mit 50 Prozent der eingesparten Energiekosten, der Rest fließt in die Stadtkasse. Zur Einführung dieses „Fifty-fifty-Prämienmodells“ hat die Stadt die Klimaschutzmanagerin Lara Hübner eingestellt. Ihre Halbtagsstelle wird über drei Jahre durch das Programm zur Förderung von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen vom Bundesumweltministerium mitfinanziert.

Neben einer Kooperativen Gesamtschule beteiligen sich drei Grundschulen, sechs Kindertagesstätten und fünf Jugendfeuerwehren. Aufgabe der Klimaschutzmanagerin ist es, die kleinen und großen Nutzer der kommunalen Liegenschaften zu motivieren, in ihren Gebäuden Wärme, Strom und Wasser bewusst und sparsam zu verwenden. Das geht zum Beispiel durch Stoßlüftung von Klassenzimmern und die Vermeidung von gekippten Fenstern. Effektiv ist auch der Einsatz von Erziehern und Lehrpersonal als „Energiedetektive“, die in Schulen und Kindergärten, die Beleuchtung überwachen und Störungen oder Defekte melden.

Spaßfaktor Klimaschutz

„Energiezauberer Baldur“ führt Energie-Experimente vor © Lara Hübner, Stadt Hemmingen„Der Schlüssel zum Erfolg ist eigenverantwortliches Handeln beim umweltbewussten Umgang mit unseren Ressourcen“, erklärt Lara Hübner. Bei der Zielgruppe Kindergarten- und Grundschulkinder motiviert nicht das Geld zum Energiesparen. Entscheidend sind ein hoher Spaßfaktor und viel Lob. Daher nehmen die Kinder an unterschiedlichen Umweltprojekten und -aktionen teil. Die Stadt Hemmingen profitiert hier von der guten Zusammenarbeit und einem regen Erfahrungsaustausch mit der Stadt Hannover. Auch Kooperationen mit Institutionen im Bereich Umweltbildung werden genutzt. Ein gern gesehener Gast der Einrichtungen ist z.B. der „Energiezauberer Baldur“. Als Leihgabe der Klimaschutzagentur Region Hannover und der Arbeitsgemeinschaft Umwelt und Bildung, klärt er die Kinder spielerisch über die Themen Wind, Wasser, Sonne und Feuer auf. Die „Leuchttour“, dagegen ist eine mobile Ausstellung zum Thema erneuerbare Energien und Energiesparen. Sie machte bereits für eine Woche auf dem Schulhof der Grundschule Hemmingen-Westerfeld Halt und wurde von mehr als 600 interessierten Energiesparern besucht.

Spielend lernen mit dem "Energiememory" © Lara Hübner, Stadt HemmingenFür die kleinen Klimaschützer in den KiTas hat Klimaschutzmanagerin Lara Hübner ein „Energiememory“ entwickelt. Beim Spielen in Kleingruppen werden im Memory symbolisch dargestellte Energiethemen besprochen. So können die Kinder anhand zweier unterschiedlicher Abbildungen die energiesparendere Lösung selbst herausfinden. Diese „spielerischen Lehrstunden“ führte die Klimaschutzmanagerin persönlich durch.

Messbare Erfolge

Im Sommer 2011 sind die Hemminger Einrichtungen zum ersten Mal für ihre erzielten Einsparungen mit einer Prämie belohnt worden. Allein im Jahr 2010 wurden rund 9.400 Euro Energiekosten eingespart und zugleich 38 Tonnen CO2. Berechnet werden die Einsparungen auf Grundlage des Mittelwertes der Energieverbräuche der letzten drei Jahre. Mittel- und Verbrauchswert geben Aufschluss darüber, in welchen Bereichen Erfolge zu verzeichnen sind und wo noch Luft nach oben ist. Den Leitern und Hausmeistern der Einrichtungen wird die Bilanz im Detail erläutert. So können sie auch in Zukunft die richtigen Stellschrauben drehen und weiter erfolgreich Energie und CO2 sparen.

Ansprechpartnerin: Lara Hübner
Telefon: 0511/4103-263
E-Mail: lara.huebner@stadthemmingen.de

Basis für die Förderung von Klimaschutzmaßnahmen ist die vom Bundesumweltministerium erlassene „Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen im Rahmen der Klimaschutzinitiative“. Weitere Informationen über den hier relevanten Förderbaustein finden Sie im Merkblatt „Beratende Begleitung bei der Einführung und Weiterführung von Energiesparmodellen in Schulen und Kindertagesstätten“.

Bitte beachten Sie, dass sich durch Novellierungen der Richtlinie teilweise Änderungen im Hinblick auf die Förderbedingungen ergeben haben.

Bei Fragen wenden Sie sich gern an:
„Servicestelle: Kommunaler Klimaschutz" beim Deutschen Institut für Urbanistik
Telefon: 0221 34030815
E-Mail: kontakt@kommunaler-klimaschutz.de
Internet: www.kommunaler-klimaschutz.de 

© Servicestelle: Kommunaler Klimaschutz beim Difu (August 2011)



 
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