Praxisbeispiel

Gemeinde Ascha

Ganzheitliches Klimaschutzkonzept - Der Weg zur autarken Energieversorgung in der Gemeinde Ascha

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Gut beleuchtete Straßen in Reppenstedt und 38 Prozent Energieeinsparung
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Sanierte Lüftungsanlage im Hallenbad in Salzwedel spart rund 58 Tonnen CO₂ im Jahr

25 % der Sanierungskosten trägt das Bundesumweltministerium

Eingang zum Schwimmbad SalzwedelFraglos ist das Hallenbad mit seinen Angeboten sehr beliebt in der Bevölkerung der Hansestadt Salzwedel. Auch die ortsansässigen Schulen und Vereine nutzen das Bad regelmäßig. „Die deutliche Senkung des jährlichen Energie- und Stromverbrauchs durch die Sanierung der Lüftungsanlage und die damit einhergehende Reduzierung der Betriebskosten für Elektroenergie und Fernwärme um rund 40.000 Euro pro Jahr sind für unsere Stadt mit rund 25.000 Einwohnern ein wichtiger Schritt, ein solches Angebot auch in Zukunft erhalten zu können“, beschreibt Sabine Danicke, Bürgermeisterin von Salzwedel, das erfolgreiche Projekt.

Gleichzeitig leistet die erfolgte Maßnahme einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Deshalb erhielt die Hansestadt vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative einen Zuschuss von 25 Prozent für die Ausgaben zur Anschaffung und Montage der Klimaschutztechnologien sowie die Kosten für die Demontage und fachgerechte Entsorgung der zu ersetzenden Anlagenkomponenten.

Komfort-Klimagerät mit mehrstufiger WärmerückgewinnungDas Hallenbad wurde im Jahr 1989 erbaut. Vor der Sanierung erfolgte die Be- und Entlüftung über die konventionelle „Rein-Raus-Lüftung“, das heißt, die feucht-warme Schwimmhallenluft wurde gegen die trocken-kalte Außenluft getauscht. Aus hygienischen Gründen und entsprechend der DIN-Norm wurde die zuzuführende Außenluft von der warmen Abluft vorgewärmt. Die Aufheizung der Raumluft des Hallenbades auf die gewünschte Hallenbadtemperatur erfolgte über Heizregister. Die ungenutzte Restwärme der Hallenluft (22 bis 23 Grad) ging mit der Fortluft nach außen. Dieses unwirtschaftliche System ist nun durch ein Komfort-Klimagerät mit mehrstufiger Wärmerückgewinnung (Wärmerückgewinnungsgrad 80 %) einschließlich DDC-Regelung ersetzt worden. Neben der Energieeinsparung haben sich durch die Sanierung weitere Effekte, wie die Verbesserung des Hallenbadklimas eingestellt. Darüber hinaus wirkt sie sich ebenfalls positiv auf den Erhalt der Bausubstanz aus.

Thermografieaufnahme der Gebäudehülle auf WärmeverlusteZur Vorbereitung der Maßnahmen hat die Hansestadt ein Konzept zur Betriebskostensenkung und zur Verringerung von CO2-Emissionen erstellen lassen. Auf der Basis der ermittelten Sanierungskosten für die Lüftungsanlagen stellte die Stadt dann einen Förderantrag für die Umsetzung der Sanierung.

Mit dem Erhalt des positiven Fördermittelbescheides am 1. Juli 2009, ging es dann Schlag auf Schlag: Schon am 7. Juli 2009 vergab die Stadt den Sanierungsauftrag, einen Monat später begannen die Demontagearbeiten, einen weiteren Monat später startete die Montage der neuen Technik. Am 18. September wurde die neue Anlage in Betrieb genommen und am 26. September 2009 stand die Wiedereröffnung des Hallenbades auf dem Programm.

Ansprechpartnerin: Dipl.-Ing. Dagmar Hauptstein
Telefon: 03901/65 624
E-Mail: energie@salzwedel.de

Basis für die Förderung von Klimaschutzmaßnahmen ist die vom Bundesumweltministerium erlassene „Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen im Rahmen der Klimaschutzinitiative“. Weitere Informationen über den hier relevanten Förderbaustein finden Sie im Merkblatt „Klimaschutztechnologien bei der Stromnutzung“.

Bitte beachten Sie, dass sich durch Novellierungen der Richtlinie teilweise Änderungen im Hinblick auf die Förderbedingungen ergeben haben.

Bei Fragen wenden Sie sich gern an:
„Servicestelle: Kommunaler Klimaschutz" beim Deutschen Institut für Urbanistik
Telefon: 0221 34030815
E-Mail: kontakt@kommunaler-klimaschutz.de
Internet: www.kommunaler-klimaschutz.de.

© Servicestelle: Kommunaler Klimaschutz beim Difu (Juli 2010)



 
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