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Preisträgerin beim Wettbewerb „Kommunaler Klimaschutz 2010“
Kategorie 2
„Innovative und vorbildliche Strategien zur Umsetzung des kommunalen Klimaschutzes“
Landeshauptstadt Hannover (Niedersachsen) „Klima-Allianz Hannover 2020“
Die Stadt erhielt die Auszeichnung für ihr Projekt „Klima-Allianz Hannover 2020“, einem Bündnis aus unterschiedlichsten Akteuren, die sich zur Erarbeitung und Umsetzung eines stadtweiten Klimaschutzaktionsprogramms zusammengeschlossen haben.
Ein starkes Bündnis für den Klimaschutz
Zur Reduzierung der lokalen CO2-Emissionen hat die Landeshauptstadt Hannover im Juli 2007 zusammen mit den Stadtwerken Hannover sowie rund 80 Partnern aus zahlreichen Unternehmen und Organisationen ihre Kräfte zur „Klima-Allianz Hannover 2020“ gebündelt. Ab sofort lautete das Ziel: 40 Prozent weniger CO2 gegenüber 1990 bis zum Jahr 2020. Die Vernetzung klappte von Beginn an gut. In nur drei Monaten wurden alle notwendigen Umsetzungsschritte in einem umfassenden Klimaschutzaktionsprogramm zusammengefasst. Vier Arbeitsgruppen befassten sich mit den Themen Industrie, Büros, Wohngebäude und Haushalte und erarbeiteten in Kooperation mit der Stadt und den Stadtwerken speziell für diese Bereiche geeignete Maßnahmen, so genannte sektorale Programme. Zusätzlich wurden Maßnahmenpakete in Form von speziellen Fachprogrammen für die Stadtverwaltung und die Stadtwerke entwickelt.
Eine Lenkungsgruppe, bestehend aus Wirtschafts- und Umweltdezernenten, dem Stadtkämmerer und dem Vorstand der Stadtwerke, steuerte den kooperativen Erarbeitungsprozess. Ein Kernteam aus den Bereichen Stadtplanung, Gebäudemanagement, Klimaschutz, Energieversorgung, Netzbetrieb und Unternehmensstrategie sowie weiteren lokalen Klimaschutzinstitutionen übernahm die weitere Organisation. Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil und der Erste Stadtrat Hans Mönninghoff setzten sich von Beginn an persönlich dafür ein, möglichst viele Akteure der Stadtgesellschaft zur Mitarbeit an der lokalen Programmerarbeitung zu gewinnen.
Mit individuellen Maßnahmen gemeinsam CO2 sparen
Wenige Monate nach der ersten öffentlichen Präsentation der Ergebnisse der Klima-Allianz im Juni 2008 hat der Rat der Stadt einstimmig die für seinen Zuständigkeitsbereich erarbeiteten Klimaschutzmaßnahmen beschlossen: So will Hannover zum Beispiel bis 2020 alle städtischen Gebäude und Heizungsanlagen energetisch sanieren, Straßenbeleuchtung und Ampeln kontinuierlich auf energiearme Lichtsysteme umstellen und Klimaschutzaspekte in der Bauleitplanung, bei städtebaulichen Verträgen sowie Grundstücksverkäufen festsetzen. Damit geht die Stadt als Initiatorin und Trägerin der Allianz mit gutem Beispiel voran.
Um das große Ziel, 40 Prozent weniger CO2 bis 2020, ständig im Blick zu haben, kontrolliert die Stadt jährlich den Umsetzungsgrad, das Budget und die eingesparten CO2-Mengen ihrer Projekte. Alle zwei Jahre werden auch die Allianz-Partner nach dem Umsetzungsstand ihrer Maßnahmenprogramme gefragt. Um die einzelnen Umsetzungsschritte und Erfolge nachvollziehen und vergleichen zu können, verwenden alle beteiligten Akteure ein einheitliches CO2-Bilanzierungssystem. Damit die Entwicklung des gesamten Aktionsprogramms in seiner ganzen Breite verfolgt und bei Bedarf modifiziert werden kann, wird alle fünf Jahre eine umfassende stadtweite CO2-Bilanz erstellt.
Video-Kurzportrait, Dauer: 05:42 Minuten, Format: Flash
Verwendung des Preisgeldes
Laut Wettbewerbsregeln müssen die Gewinner das Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro wieder in die Umsetzung von Klimaschutz-Vorhaben investieren. Dazu Stadtrat Mönninghoff: „Wir planen, das Preisgeld im Schulbiologiezentrum Hannover einzusetzen, in dem Schülerinnen und Schüler die Themen Energie und Klimaschutz praktisch erforschen und begreifen können. So kommt das Geld allen Schulen in Hannover zugute.“
Ansprechpartnerin:
Astrid Hoffmann-Kallen
Leiterin Klimaschutzleitstelle
0511/16843500
67.11@hannover-stadt.de







