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Preisträgerin beim Wettbewerb „Kommunaler Klimaschutz 2009“
Kategorie 1 „Innovative technische und/oder bauliche Maßnahmen für den Klimaschutz in kommunalen Gebäuden und Einrichtungen“
Stadt Mülheim an der Ruhr (Nordrhein-Westfalen): „Verwandlung – vom Wohnblock der 60er zum Technischen Rathaus“
Die Auszeichnung erhielt die Stadt Mülheim für ihr „neues“ Technisches Rathaus, mit dem sie unter Beweis gestellt hat, dass Hochhausbauten der 1960er und 1970er Jahre städtebaulich, ökologisch und ökonomisch einer angemessenen, nachhaltigen und langfristigen Nutzung zugeführt werden können. Rund 340 Tonnen CO2-Einsparung im Jahr im Vergleich zur Vornutzung
Seinen Anfang nahm das Projekt im Jahr 2000, als sich die Frage stellte, ob ein 20 Stockwerke aufragendes Hochhaus, das nur noch zu 46 Prozent belegt war, abgerissen werden sollte oder ob sich eine Umnutzung lohnen könnte. Umfangreiche Berechnungen führten dazu, sich für die Sanierung und Umnutzung zu entschließen. Heute arbeiten rund 420 Personen im Gebäude, die vorher an sieben verschiedenen Standorten tätig waren. Allein die mit dieser Konzentration erreichte Verkürzung der Postwege sowie Akten- und Personenkilometer führte zu einer Einsparung von schädlichen CO2-Emissionen. Darüber hinaus stehen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter elf Carsharing-Autos und acht Bikesharing-Fahrräder zur Verfügung. Durch die baulichen Sanierungsmaßnahmen konnten gegenüber der vorherigen Nutzung als Wohngebäude rund 600 Megawattstunden Heizenergie eingespart werden, was allein rund 157 Tonnen CO2 pro Jahr entspricht. Zu diesen Maßnahmen zählten u. a. umfangreiche Wärmedämmungsmaßnahmen und der Einbau von Wärmeschutzverglasung. Wärme und Strom kommen aus einer hocheffizienten Erdgas Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage der städtischen Energiedienstleistungsgesellschaft, was im Vergleich zum Mix bundesdeutscher Kraftwerke weitere 152 Tonnen CO2 spart. Der Einbau von effizienter Beleuchtung mit präsenzabhängiger Beleuchtungssteuerung bei den Verkehrsflächen sowie die Installation einer Photovoltaikanlage mit einer Fläche von 250 Quadratmetern an der Südfassade des Technischen Rathauses mit einer Gesamtleistung von 32 Kilowatt-Peak runden das Gesamtkonzept ab.
Video-Kurzportrait, Dauer: 05:18 Minuten, Format: Flash
Verwendung des Preisgeldes Laut Wettbewerbsregeln müssen die Gewinner das Preisgeld in Höhe von 50.000 Euro wieder in die Umsetzung von Klimaschutz-Vorhaben investieren. Dazu Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld: „Wir werden aus dem Preisgeld einen Fördertopf bilden und 50 Mal 1.000 Euro für CO2-Minderungsmaßnahmen an Mülheimer Privat-gebäuden bereitstellen, um alle Mülheimer Bürger an diesem Preis zu beteiligen sowie Anstoß für viele weitere Projekte zur CO2-Reduzierung zu geben.“ Ansprechpartner: Klaus Beisiegel Dezernatsreferent für Umwelt, Planen und Bauen der Stadt Mülheim an der Ruhr 0208/4556002 klaus.beisiegel@stadt-mh.de







