Praxisbeispiel

Energiesparabend Buttenwiesen

Stromsparpreis der Gemeinde Buttenwiesen - Von der Gemeinde initiierter Stromspar-Wettbewerb für Bürger

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Sanierte Lüftungsanlage im Hallenbad in Salzwedel spart rund 58 Tonnen CO₂ im Ja
Sanierte Lüftungsanlage im Hallenbad in Salzwedel spart rund 58 Tonnen CO₂ im Jahr

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Preisträger beim Wettbewerb „Kommunaler Klimaschutz 2011“

Kategorie 2

„Innovative und vorbildliche Strategien zur Umsetzung des kommunalen Klimaschutzes“

Gemeinde Bollewick (Mecklenburg-Vorpommern): „Kooperationsnetzwerk (Bio)Energiedörfer Mecklenburg-Vorpommern

Die Gemeinde Bollewick hat ein funktionierendes Kooperationsnetzwerk gegründet, das den – insbesondere für einzelne kleine Gemeinden oft schwierigen – Weg zum CO2-sparenden Bioenergiedorf ebnet. Seit 2009 haben sich bereits 68 Gemeinden und verschiedene Organisationen zusammengeschlossen. Da das Netzwerk weiter wächst, profitiert die gesamte Region, und der Umweltschutz wird aktiv gestärkt.

Vom Bioenergiegedanken zur Netzwerkgründung
Kooperationsnetzwerk (Bio)Energiedörfer MV © United MotionDie zentrale Idee von „(Bio)EnergieDörfern“ ist, durch den Ausbau erneuerbarer Energien klimaschädliches Kohlendioxid einzusparen und zugleich kleineren Gemeinden in strukturschwachen Regionen neue Handlungsspielräume zu eröffnen sowie die lokale Wertschöpfung zu stärken. Bollewick erkannte dieses Potenzial und machte sich als eine der ersten Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern auf den Weg zum „(Bio)EnergieDorf“. 100 Prozent des Strom- und 75 Prozent des Wärmebedarfs der Gemeinde sollten mit lokal verfügbaren und erneuerbaren Energien – wie Bioenergie, Solarenergie, Windkraft und Geothermie – gedeckt werden.

Anfang 2009 begann das Projekt, aber schnell machten sich etliche Schwierigkeiten bemerkbar: Technische und finanzielle Fragestellungen, Probleme im Zusammenhang mit dem Stromnetz, bürokratische Hindernisse und Interessenkonflikte. Das kleine, 660 Einwohner zählende Dorf stand vor einer riesigen Herausforderung. Doch die Bürgerinnen und Bürger wussten sich zu helfen: Sie initiierten ein Netzwerk mit anderen Institutionen – unter anderem Kommunen, Landeseinrichtungen, Vereinen – um gemeinsam den Weg zum „(Bio)EnergieDorf“ zu gehen. Aktivitäten bündeln, professionelle Beratungs- und Servicestrukturen organisieren und eine kollektive Interessenvertretung aufbauen – das waren die Hauptaufgaben, denen sich Bollewick anfangs gegenüber sah. Als Kooperationspartner gewann die Gemeinde zunächst die „Akademie für Nachhaltige Entwicklung Mecklenburg-Vorpommern“ sowie das „Institut für angewandtes Stoffstrommanagement“ und in der Folge auch die politischen Interessenvertreter im Schweriner Landtag, die das Projekt „Coaching (Bio)EnergieDorf Mecklenburg-Vorpommern“ über den „Zukunftsfonds“ des Landes Mecklenburg-Vorpommern finanziell unterstützten. Weitere Institutionen und Verbände kamen Schritt für Schritt hinzu. Ab Mitte 2009 gab es dann für die Netzwerkmitglieder erste Beratungstermine, Workshops und Exkursionen zu anderen „(Bio)EnergieDörfern“ in der Bundesrepublik, Österreich und Dänemark.

Erfolgreiche Strategie für ein großes Ziel
Die ersten vier, durch diesen gemeinsamen Prozess motivierten „(Bio)EnergieDörfer“ in Mecklenburg-Vorpommern haben bereits ihre Machbarkeitsstudien abgeschlossen und befinden sich nun in der konkreten Umsetzungs- und Investitionsphase. Daneben werden derzeit 21 Machbarkeitsstudien angefertigt, 13 weitere sind beantragt. In nur zwei Jahren entstand so ein einzigartiges, aus der dörflichen Gemeinschaft gewachsenes Kooperationsnetz zum Klimaschutz, das von Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft gleichermaßen gestützt wird. Aber Bollewick und das „Kooperationsnetzwerk (Bio)EnergieDörfer Mecklenburg- Vorpommern“ haben sich noch mehr vorgenommen: In den kommenden zehn Jahren soll es in Mecklenburg-Vorpommern bis zu 500 „(Bio)EnergieDörfer“ geben, hierzu gehören Gemeindeortsteile, Stadtteile oder auch ganze Städte. Nach Berechnungen des „Instituts für angewandtes Stoffstrommanagement“ könnten dadurch geschätzte 2,8 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Allein bis 2012, nachdem erste Maßnahmen und Anlagen auch technisch umgesetzt werden konnten, rechnet das Netzwerk mit zehn Kommunen, die zwischen 50.000 und 75.000 Tonnen CO2 einsparen.

Video-Kurzportrait, Dauer: 05:35 Minuten, Format: Flash

Verwendung des Preisgeldes
Laut Wettbewerbsregeln müssen die Gewinner das Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro wieder in die Umsetzung von Klimaschutz-Vorhaben investieren. Dazu Bürgermeister Bertold Meyer „Wir wollen das gesamte Preisgeld an die ‚Akademie für Nachhaltige Entwicklung Mecklenburg-Vorpommern‘ übergeben, damit diese gemeinnützige Stiftung ihre erfolgreiche Arbeit fortführen und weitere Gemeinden auf dem Weg zum ‚(Bio)EnergieDorf‘ begleiten kann.

Ansprechpartner:
Bertold Meyer
Bürgermeister der Gemeinde Bollewick, Projektleiter "Coaching
(Bio)Energie Dörfer Mecklenburg-Vorpommern"
Tel. 03843-776905
E-Mail: b.meyer@fane-mv-ev.de
Internet: http://www.nachhaltigkeitsforum.de

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Foto (©United Motion)
Bollewick - Kooperationsnetzwerk (Bio)Energiedörfer MV
TIF 6 MB



 
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