Praxisbeispiel

Biogasanlage Stadt Lünen

Nachhaltige Energieversorgung und Regionalentwicklung - Fernwärmeversorgung mit reduziertem Primärenergiefaktor (PEF)

Geförderte Projekte

„Handlungskonzept Klimaschutz für die Stadt Rheinbach“ fertig gestellt
„Handlungskonzept Klimaschutz für die Stadt Rheinbach“ fertig gestellt

Servicestellen-Verteiler

Möchten Sie aktuelle Informa- tionen rund um die Servicestelle: Kommunaler Klimaschutz zuge- schickt bekommen?

>> zum Formular

Stellenbörse

Suchen Sie eine freie Stelle im Bereich Klimaschutz oder möch- ten Sie eine freie Stelle bei uns inserieren?

>> zur Stellenbörse
>> Stelle inserieren

Preisträger beim Wettbewerb „Kommunaler Klimaschutz 2011“

Kategorie 2

„Innovative und vorbildliche Strategien zur Umsetzung des kommunalen Klimaschutzes“

Freie und Hansestadt Hamburg (Hamburg): „Unternehmen für Ressourcenschutz"

Mit ihrem klar strukturierten und fokussierten Programm „Unternehmen für Ressourcenschutz“ motiviert und fördert die Freie und Hansestadt Hamburg kleine und mittlere Unternehmen kontinuierlich bei der Entwicklung und Umsetzung effektiver Klimaschutzmaßnahmen. Die verschiedenen Programmbausteine sowie die Vernetzungs- und Öffentlichkeitsarbeit fügen sich zu einer passgenauen Strategie zusammen, die in die übergeordnete Hamburger Umweltpolitik eingebunden ist.

Starke Partner für den Umweltschutz 
"Unternehmen für Ressourcenschutz" © United MotionIn Hamburg tragen Industrie und Gewerbe zu mehr als 50 Prozent des Energieverbrauchs und damit erheblich zu den CO2-Emissionen bei. Hier liegt ein großes Klimaschutzpotenzial, das durch die Schonung von Ressourcen wie Trink- und Grundwasser, durch Abfallvermeidung sowie die Verringerung von Belastungen durch Chemikalien noch vergrößert wird. Im Jahr 2001 reagierte die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) auf diese Situation und startete das Projekt „Unternehmen für Ressourcenschutz“ als Teil der „UmweltPartnerschaft Hamburg“, einer Vereinbarung zwischen Wirtschaft und Senat zur Unterstützung von umweltfreundlichem und ressourceneffizientem Wirtschaften. In Zusammenarbeit mit der Handelskammer (HK), der Handwerkskammer (HWK), dem Industrieverband Hamburg (IVH) und 20 weiteren Partnern aus Wirtschaft, Technik und Wissenschaft entwickelte die BSU ein vielschichtiges Konzept mit differenzierten und umfangreichen Klimaschutz-Angeboten für Unternehmen.

Das Hamburger Konzept: Beraten, vernetzen und fördern
Im Fokus des Ressourcenschutz-Projektes stehen kleine und mittelständische Betriebe. Das Programm umfasst drei Bausteine, die aus einer Hand angeboten werden: Vor-Ort-Beratungsangebote, ein „Effizienz-Netzwerk“ und finanzielle Förderung.

Ein 11-köpfiges BSU-Berater-Team stellt zunächst den Kontakt zu den Betrieben her. Beim so genannten „ErstCheck“ analysieren die Berater vor Ort die Gegebenheiten und ermitteln, welche weiteren Checks durch Fachbetriebe und Fachplaner sinnvoll sind. Der „EffizienzCheck“ eignet sich beispielsweise für komplexe Anlagen. Den „Erst“- und „EffizienzCheck“ trägt die BSU finanziell entweder ganz oder zur Hälfte. Die Kosten der weiterführenden Überprüfung einzelner technischer Gegebenheiten teilen sich die BSU und die jeweiligen Energieversorger. Zu diesen technikbezogenen Überprüfungen gehören der „Wärme“-, „Licht“-, „Kälte“-, „BHKW“- oder „ServerraumCheck“. Solche Vor-Ort-Beratungen nehmen pro Jahr etwa 160 Unternehmen in Anspruch. Die gründliche Auswertung der Ist-Situation bildet die Basis für die spätere neutrale Sanierungsberatung, für die Prüfung der geplanten Maßnahme und für die Bereitstellung von Fördermitteln.

Ein weiterer wesentlicher Baustein des Ressourcenschutz-Programms ist das „Effizienz-Netzwerk“. Hier haben sich unter der Federführung der Hamburger BSU über 2.200 Unternehmen und andere Akteure zusammen geschlossen, darunter Innungen, Hochschulen, Verbände, Fachbetriebe und Ingenieurbüros. Das Netzwerk informiert über eine eigene Internetplattform, Broschüren und Newsletter, entwickelt Branchenleitfäden und führt Technik-Workshops sowie Fachseminare durch.

Finanzielle Förderung bietet die Stadt für die Installation von Techniken und Anlagen an, die über die bestehenden Ausrüstungsstandards hinausgehen und dadurch Klima- und Umweltentlastungen mit sich bringen. Bisher setzten rund 820 Unternehmen 1.190 Klimaschutzmaßnahmen um, weitere 300 Maßnahmen bei rund 200 Unternehmen sind in der Umsetzungsphase. Insgesamt investieren sie dabei etwa 274 Millionen Euro. Der Hamburger Senat beteiligt sich mit rund 26 Millionen Euro Fördermitteln. Dank einer genauen technischen Auswertung der geförderten Maßnahmen und einer wissenschaftlichen Evaluierung des Programms, lassen sich konkrete Aussagen über die Verbesserung der Ökobilanz machen: Bisher werden durch das Hamburger Ressourcenschutz-Projekt jährlich 153.000 Tonnen CO2 vermieden, 707.200 Kubikmeter Trink- und Grundwasser sowie 26,4 Tonnen Abfall eingespart. Auch der Einsatz von Chemikalien konnte in den Betrieben deutlich verringert werden.

Video-Kurzportrait, Dauer: 04:19 Minuten, Format: Flash

Verwendung des Preisgeldes
Laut Wettbewerbsregeln müssen die Gewinner das Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro wieder in die Umsetzung von Klimaschutz-Vorhaben investieren. Dazu Staatsrat Michael Sachs von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt in Hamburg: „Das Preisgeld verwenden wir im neuen ‚Heizungs-Netzwerk‘. Eigentümer von Gewerbe- und Mehrfamilienhäusern können ihre Heizungsanlagen mit einem finanziell geförderten ‚WärmeCheckPlus‘ durch Fachplaner auf Energieeffizienzmaßnahmen analysieren lassen. Dieses niedrigschwellige Angebot ebnet den Weg zu Investitionen.“

Ansprechpartner:
Dr. Günter Tamm
Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt / Unternehmen für Ressourcenschutz
Tel: 040/42840-3336
E-Mail: guenter.tamm@bsu.hamburg.de

Download
Foto (©United Motion)
Hamburg - Unternehmen für Ressourcenschutz
TIF 6 MB



 
. . Impressum | Kontakt | Sitemap